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JUNIOR-Akademie 2014 – „Auf dass uns ein Licht aufgeht!“

Abenteuer, Experimente, Prüfverfahren und Restaurierung

Bei diesem einmaligen Workshop lernten neun besonders interessierte und begabte Schüler eine Woche lang, vom 23. bis 31. August 2014, die Welterbstätte Rammelsberg kennen. Dabei drehte sich für die 13 – bis 17-Jährigen über und unter Tage alles um die Grubenlampen, die der Bergmann Geleucht nennt.

JUNIOR-Akademie 2014 - Stahlbiegen

In einem intensiven Workshop untersuchten die Jugendlichen in Arbeitsgruppen einzelne museale Lampen, inventarisierten diese und konnten durch Vergleiche und anhand von Zeichnungen und Fotografien, Schritt für Schritt die Entwicklung der Grubenlampen durch die Jahrhunderte nachvollziehen.

Ein Besuch in der Sammlung des Rammelsberges und ganz besonders die praktische Übung unter Tage half dabei. Die Lampen leuchteten ihnen mit unterschiedlich starkem Licht den Weg durch die Dunkelheit. Das Geleucht streute sein Licht oder warf einen gebündelten Lichtstrahl, es qualmte, rußte und roch unterschiedlich stark, sein Transport und die Handhabung war ebenfalls sehr verschieden. So traten schnell die Vor – und Nachteile der jeweiligen Lampen zutage.

Im Laufe der Woche bauten sich die Schüler in der Restaurierungswerkstatt  ihr eigenes Geleucht. Dabei lernten sie durch den Schlosser und Restaurator des Rammelsberges verschiedene handwerkliche Techniken wie das Feilen und Treiben von Blech, das Biegen von Stahl oder das Schweißen mit Schutzgas kennen und konnten die Techniken praktisch anwenden. Diese Arbeit hat ihnen besonders viel Freude bereitet.

Ein Highlight der Woche waren, wie im letzten Jahr, die praktischen Übungen der Fachleute von der Deutschen Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung, Berlin. Sie zeigten den Schülern diverse Prüftechniken und zum ersten Mal konnten jeweils zwei Schüler gemeinsam ein eigenes Prüfobjekt bauen, das dann von den anderen Jugendlichen ausprobiert wurde.

Am Ende der Woche durften die Jugendlichen schließlich die Grabung der Montanarchäologie am Rammelsberg besichtigen. Dort gab es Fundstücke zu sehen, die das Thema bereicherten. So barg man Fragmente von Grubenlampen aus Ton (Frosch genannt), die aus dem 15./16. Jahrhundert stammen. Eines dieser Objekte ist momentan das älteste Rammelsberger Geleucht, das je gefunden wurde.Die Mitarbeiter der Grabung beantworteten geduldig die vielen Fragen und zeigten die neuesten Funde.

JUNIOR-Akademie 2014 - Bei der Ausgrabung

Am Ende der Woche gab es wie in jedem Jahr, die große Abschlusspräsentation des Projektes im Bildungshaus Zeppelin, dem Ort, der die Akademie organisiert und an dem alle Gruppen der Junior-Akademie übernachten und zusammenkommen. Hier stellten alle Jugendlichen sich gegenseitig, ihren Eltern und Geschwistern ihre Projekte vor. Unsere Gruppe beeindruckte mit einer Power-Point-Präsentation mit Fotografien und kleinen Filmen. Es wurde darin deutlich, dass man in den Sommerferien am Lernen und Arbeiten unglaublich viel Spaß haben kann und beides kein Gegensatz sein muss.

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