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„Dabei sein“ – Wenn Besucher den Ausstellungsaufbau hautnah miterleben

Nun ist es bald soweit: in wenigen Tagen ist unsere Sonderausstellung „83 Jahre im Dienst der Bergleute – JETZT im Museum. Die Geschichte der Schuhmacherwerkstatt Oberle“ fertiggestellt. Seit dem 2. Juni 2013 konnten unsere Besucher die Vorbereitungen vor Ort verfolgen. Bei dem Aufbau der Sonderausstellung „Hard Work“ im letzten Jahr, gab es immer wieder Neugierige, die die Gunst einer unverschlossenen Tür nutzten, um einen „Vorab-Blick“ auf die Exponate zu werfen. Aus diesem Grund entschlossen wir uns, die Besucher dieses Jahr ganz direkt, nur durch einen Bauzaun getrennt, an dem Aufbau teilhaben zu lassen (siehe unseren Bericht auf diesem Blog).

Beobachtungsposten auf die Ausstellung JEZT im Museum. Die Geschichte der Schuhmacherwerkstatt Oberle

Denn so ein Sonderausstellungsaufbau ist nichts Geheimes, ganz im Gegenteil: Die offene Tür gab uns die Möglichkeit, dem interessierten Besucher einen Teil der Arbeit eines Museums zu demonstrieren. So wurden wir selbst und unsere Tätigkeit zum „Schauobjekt“.

Etliche Besucher reagierten verwirrt, denn dass es erlaubt sein sollte die „Baustelle“ zu betreten, war eine ganz neue Erfahrung! Andere spazierten selbstbewusst herein und fragten mit einem Augenzwinkern, ob wir ihnen ihre Schuhe reparieren könnten. Mit Einigen entwickelten sich interessante Gespräche über das Schuhmacherhandwerk, das Frankenberger Viertel oder über Museumsarbeit.

Währenddessen entstand im Laufe der drei Monate Stück für Stück die Ausstellung. Es wurde gesägt, gehämmert und gestrichen, bis zunächst der Werkstattnachbau fertig gestellt war. Dieser musste daraufhin wieder eingerichtet werden und zwar so, wie die Werkstatt am Originalstandort in der Bergstraße eingerichtet gewesen war. Dann folgten weitere Installationen im Ausstellungsraum zur Präsentation einzelner Objekte. Anschließend wurden Textfahnen und großformatige Bildtafeln angebracht sowie die Beleuchtung ausgerichtet. Ein Countdown am Eingang zum Ausstellungsraum zeigte immer an, wie viele Tage Zeit uns noch blieben, um die Arbeiten abzuschließen. Heute steht eine große 10 dort. Ab jetzt heißt es sich beeilen, um der Ausstellung den letzten Schliff zu geben, denn am 8. September, dem Tag des offenen Denkmals, feiern wir mit einem besonderen Programm „ihre Eröffnung“!

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