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Das Buch zum Bild „Schönheit der Arbeit“ von Reinecke-Altenau – eine detaillierte Betrachtung und kritische Analyse

Kai Gurski, Schönheit der Arbeit von Karl Reinecke-Altenau - BuchumschlagDas Weltkulturerbe Rammelsberg hat mit dem gerade erschienenen sechsten Band seiner Reihe Rammelsberger Forum die Diskussion um den Maler Karl Reinecke-Altenau neu belebt. In diesem Band von Kai Gurski mit dem Ttitel „Schönheit der Arbeit. Der Künstler Karl Reinecke-Altenau am Rammelsberg“ sind neueste Ergebnisse aus umfassenden Recherchen und kulturgeschichtlichen Forschungen zu diesem Künstler, seinem Werk und insbesondere über das Wandbild in der Rammelsberger Lohnhalle dargestellt.

Seit mehr als 70 Jahren wird jeder, der das Erzbergwerk Rammelsberg über das Zechenhaus betritt, von dem eindrucksvollen monumentalen Wandgemälde in der zentralen Lohn- und Festhalle begrüßt. Gemeinhin wird dem Bild unterstellt, dass es sich um eine wirklichkeitsnahe Darstellung bergmännischen Alltags und volkstümlicher Traditionspflege handele. Die Umstände der Bildentstehung im Zuge des nationalsozialistischen Projektes „Schönheit der Arbeit“ oder die ursprünglichen Aussagemöglichkeiten des Gemäldes lagen für Jahrzehnte im Dunkeln. Die Entdeckung von zwischenzeitlich übermalten Bildmotiven und die Einbeziehung des zeithistorischen Kontextes lassen nun neue Deutungsmöglichkeiten zu. Thema des Bildes ist demnach nicht die Heimkehr des Bergmanns von der Schicht in die Privatheit der Familie, sondern die Fortsetzung seines Dienstes für Staat und Partei in der Marschkolonne der SA.

Das 1933 gegründete Amt Schönheit der Arbeit war ein Geschäftsbereich der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude. Das Aufgabengebiet von Schönheit der Arbeit bestand in der Aus- und Umgestaltung von Industriebetrieben unter neuesten arbeitspsychologischen und daran anknüpfend ästhetischen sowie sicherheitstechnischen und hygienischen Gesichtspunkten.

Karl Reinecke-Altenau (1885-1943) galt zeitlebens als originärer und authentischer Harzer „Heimatkünstler“. Mit seinen Gemälden, Holzschnitten, Buchillustrationen, Gedichten, Erzählungen, Romanen, Liedern sowie mit volkskundlichen Studien, heimatschützerischen Vorstößen und seinen „volkstumspflegerischen“ Aktivitäten wurde er zu einer kulturell einflussreichen und bis heute nachwirkenden Identifikationsfigur des Harzes.

Das Buch ist erhältlich im Goslarer Pressehaus in der Bäckerstraße und im Museums-Shop am Rammelsberg zum Preis von € 24,90. Es hat einen Umfang von 222 Seiten, ist vierfarbig gedruckt und enthält einen umfangreichen Anmerkungsapparat.

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