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Der Theodolit – ein ganz besonderes Messgerät

Theodolit von 1955 aus der Rammelsberger SammlungIn unserer losen Reihe der besonderen Exponate der Rammelsberger Sammlung möchten wir Ihnen heute einen Theodoliten vorstellen.

Der Theodolit ist das am meisten benutzte optisch-mechanische Winkelmessgerät  zur Vermessung der untertägigen und/oder obertägigen Bereiche eines Bergwerkes. Benutzt wurde und wird er im Bergbau von den so genannten Markscheidern, den Vermessungsingenieuren eines Bergwerks. Mit einem Theodoliten werden  Horizontal- und Vertikalwinkel gemessen. Ausgehend von topographischen Fixpunkten können sämtliche Punkte über und unter Tage genau eingemessen werden, da über die bestimmten Winkel Höhenunterscheide und Entfernungen errechnet  werden. Weiterhin können aus den gewonnenen Daten, durch anschließende Berechnungen, beispielsweise Rückschlüsse auf die räumliche Ausdehnung einer Lagerstätte getroffen werden.

Obwohl in der Zwischenzeit durch digitale GPS-Navigation und andere Systeme die moderne Technik in der Vermessungskunde (Fachbegriff: Geodäsie) Einzug gehalten haben, sind in untertägigen Bereichen bis zum heutigen Tag Theodoliten im Einsatz, weil beispielsweise der satellitengestützte Empfang von GPS-Daten zur genauen Positionsberechnung unter Tage nicht möglich ist. Daher ist  der Grundaufbau und die Handhabung unseres Theodoliten rein mechanisch, wobei es auch Geräte gab, die durch den Einsatz elektronischer Bauteile eine sehr genaue Distanzmessung möglich machen.

Das vorliegende Exponat der Rammelsberger Sammlung ist ein Theodolit der Firma  F.W. Breithaupt & Sohn GmbH Co. KGaus Kassel Baujahr 1955. Er ist eine Leihgabe der TUI AG Hannover.

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