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Rückblick auf den März 1990

Im Oktober 1990 wurde unser Museum offiziell eröffnet. In einer kleinen Serie möchten wir Einblicke geben in die frühe Geschichte des Hauses und seiner Entwicklung bis hin zur Eröffnung . Jeden Monat dieses Jahres wird es einen Rückblick geben, der die Ereignisse am Berg vor 25 Jahren zusammenfasst.

Vor 25 Jahren: März 1990. Es herrscht Wahlkampf in Niedersachsen: Gerhard Schröder kandidiert für das Amt des Ministerpräsidenten, und seine designierte Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Helga Schuchardt, besucht den Rammelsberg. Hier beklagt sie vehement das Fehlen eines Museumskonzepts und verkündet, dass mit einer finanziellen Unterstützung des Landes für den Aufbau des „Bergbaumuseums“ in größerem Umfang nicht zu rechnen sei, was sogleich auf heftige Kritik der CDU-Ratsfraktion stößt. In Teilen des Fördervereins werden diese Äußerungen befriedigt zur Kenntnis genommen, fühlt man sich doch von der Leiterin und dem Aufsichtsrat zu wenig in das museale Tagesgeschäft eingebunden. Doch die Dinge ändern sich: Das angemahnte Konzept ist längst in Arbeit und wird von Museumsleiterin Czerannowski wenige Wochen später vorgestellt. Helga Schuchardt wandelt sich von einer heftigen Kritikerin zu einer überzeugten Unterstützerin des Rammelsberger Museumsprojekts. Bei einem weiteren Besuch in Goslar – mittlerweile als Ministerin – regt sie an, den Rammelsberg bei der EXPO-Gesellschaft als dezentrales Projekt der Weltausstellung anzumelden. Ein Gedanke, der vor Ort schnell aufgegriffen und planvoll entwickelt wird. Der Coup gelingt, und die Investitionen, die im Vorfeld der EXPO am Rammelsberg vorgenommen werden, legen dafür den Grundstein.

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