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Rückblick auf zweieinhalb Jahre ehrenamtliche Arbeitsgruppe Rammelsberg

In dem folgenden Gastbeitrag berichtet Arne Südecum über seine Mitarbeit in der ehrenamtlichen Arbeitsgruppe, die sich am Rammelsberg um die Erhaltung von Maschinen und Gegenständen verdient macht.

„Bekommst du Geld dafür“ oder „Warum machst du das denn?“

Zwei Fragen mit denen ich seit zweieinhalb Jahren immer wieder konfrontiert werde, wenn ich von meiner ehrenamtlichen Tätigkeit in unserer Arbeitsgruppe berichte.

Aber genau diese Fragen spiegeln den Reiz dieser Arbeitsgemeinschaft wieder, denn sie betreffen zwei wichtige  Punkte, nämlich das Ehrenamt sowie das grundsätzliche Interesse an geschichtlichen Aspekten des Bergbaus in Goslar.

Arbeitsgruppe Restaurierung am Rammelsberg Blick in die Werkstatt

Freiwillig und ohne Bezahlung sind jene Synonyme, mit denen Ehrenämter in Verbindung gebracht werden. Und genau diese Definition entspricht unserem Verständnis der Mitgliedschaft in der Arbeitsgruppe Restaurierung.

Als wir uns am 16. September 2011 zum ersten Mal trafen, hinterfragte keiner der Anwesenden eine eventuelle Entlohnung. Diese Einstellung vermag insbesondere verwundern, wenn man sich die Zusammensetzung anschaut, die bis heute Bestand hat. Zehn Männer und eine Frau, im Alter zwischen 17 und 70 und mit unterschiedlichen Berufen, fanden sich damals zusammen, um die Vision des Restaurators Herrn Siegemunds in die Tat umzusetzen. Gemäß seiner Version sollte eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe mithelfen, das museale Erbe des Bergbaus in Goslar für zukünftige Generationen zu erhalten.  Dabei war es sein Wunsch, dass sich die Gruppe zweimal im Monat an einem Freitag oder Samstag treffen sollte, um museale Artefakte zu restaurieren. Dieses „Ansinnen“ wurde jedoch von uns sofort geändert, denn seit seitdem treffen wir uns regelmäßig alle 14 Tage freitags und samstags, um freiwillig 9 Stunden unentgeltlich ehrenamtliche Arbeit zu leisten.

Arbeitsgruppe Restaurierung am Rammelsberg bei der Arbeit

Aber genau dieses Arbeiten mit und an alten Geräten ist der wesentliche Bestandteil für die Existenz unserer Arbeitsgruppe, so dass seitdem eine ansehnliche Liste erfolgreich restaurierter Objekte zustande kam: Ein Scherbohrwagen, ein Elektrowagen, verschiedene Überkopflader, verschiedene Grubenwagen, Dieselloks oder Gegenstände aus der aktiven Zeit des Bergwerkes.

Damit diese ansehnliche Liste zustande kam, bedurfte es unserer Mitarbeit. Die Beweggründe des Einzelnen hierfür sind unterschiedlicher Natur und reichen vom Spaß an handwerklicher Arbeit, dem Interesse an technischen Herausforderungen, an der Geschichte und dem Bergbau bis hin zum Reiz einer gemeinschaftlichen Zusammenarbeit von Jung und Alt.

Hervorragend unterstützt durch das Museum und unter der Anleitung des Restaurators gelang es, eine Arbeitsgruppe zu schaffen, in der die heutige Handy-Generation Hand in Hand mit älteren Menschen zusammenarbeitet,  um das Museum und unser geschichtliches Erbe zu erhalten.

Arne Südecum / Lüneburg

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