UNESCO Logo

Unbequemes Denkmal?

Erleben Sie das Weltkulturerbe Rammelsberg am Tag des offenen Denkmals abseits der gewöhnlichen Touren

Zurück zum Berg

Am Sonntag den 8. September 2013 – dem Tag des offenen Denkmals – kann unsere neue Sonderausstellung „83 Jahre im Dienst der Bergleute – JETZT im Museum. Die Geschichte der Schuhmacherwerkstatt Oberle“ das erste Mal nach ihrer Fertigstellung besichtigt werden. Dann wird die komplett übernommene Werkstatteinrichtung gezeigt, die aus der Altstadt von Goslar an den Rammelsberg gebracht wurde. In dieser Werkstatt befinden sich einige Maschinen und Gegenstände, die bis Anfang der 1950er Jahre in einer Schusterwerkstatt am Rammelsberg eingesetzt wurden und nach Jahrzehnten jetzt zum Berg zurückgekommen sind. Zeitzeugen versetzen die Besucher an diesem Tag mit ihren Erinnerungen in kleinen Werkstattgesprächen in vergangene Zeiten und lehren uns von den Zu- und Umständen, in denen die Werkstatt einmal existiert hat.

Tief im Berg

Am Tag des offenen Denkmals bietet unser Haus, in Kooperation mit der Arbeitsstelle Montanarchäologie des niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, darüber hinaus ein attraktives Gesamtprogramm an. Die Führung tief im Berg durch den Hängebankstollen zum Thema „Denkmalschutz unter Tage“ hat für uns überraschenderweise so großes Interesse hervorgerufen, dass bereits alle Touren ausgebucht sind. Wir bedauern diesen Umstand für diejenigen, die sich nicht mehr anmelden konnten. Sicherheitstechnische Gründe haben uns veranlasst, die Teilnehmerzahl der Führungen zu begrenzen. Wir garantieren aber, in unmittelbarer Zukunft weitere Führungen durch den Hängebankstollen anzubieten.

Mit den Montanarchäologen können Besucher sich auf dem Grabungsfeld, nicht ganz so tief im Berg, ansehen, wie mittelalterliche Ausbauten in den Erzgruben aussahen und wie Bergleute in dieser Zeit gearbeitet haben.

Für den Berg

Ein Fahrlader, erst vor kurzem aus dem Gelände der BGG geborgen, wird auf der Werkstraße präsentiert. Die Besucher können erfahren, wie dieses 26 Tonnen schwere Ungetüm mit einem 12-Zylinder-Motor für den Erzabbau im Rammelsberg eingesetzt wurde und wie dieser Koloss fahrtüchtig gemacht und restauriert werden soll.

Alle Sonderveranstaltungen und die Besichtigung des Geländes über Tage sind am an diesem Tag kostenfrei. Sie sind herzlich eingeladen, einen interessanten und kurzweiligen Tag bei uns zu verbringen.

Programm Tag des Offenen Denkmals 2013

 

Verwandte Beiträge:

  • Keine verwandten Beiträge vorhanden.
Getagged mit: , , ,
3 Kommentare zu “Unbequemes Denkmal?
  1. Der Befahrer sagt:

    Vielen Dank an die Organisatoren für diese gelungene Veranstaltung. Die eingeräumte Möglichkeit, auch Bereiche befahren zu können, die sonst nicht auf dem alltäglichen Programm stehen, wurde von mir gerne genutzt. Die Führung ins Alte Lager durch Hr. Dr. Klappauf war souverän und informativ geleitet. Die Befahrung des Hängebankstollens mit Hr. Dr. Großewinkelmann war am Ende sensationell, allerdings hätte man sich mehr Zeit vor Ort (Maschinenraum und Schaltraum des Richtschachtes, Hängebank) gewünscht. Das „Heraustreiben“ der Besucher bei der Ausfahrt (unnötig bei der letzten Veranstaltung am Tag) schmälerte den hervorragenden Gesamteindruck doch erheblich. Bitte beim nächsten Male mehr Zeit für die Befahrer einplanen!
    Glück auf!

    • Johannes Großewinkelmann sagt:

      Tut mir leid, wenn Sie die Ausfahrt aus dem Hängebankstollen als „Heraustreiben“ empfunden haben. Natürlich wünschen sich einzelne Besucher immer mehr Zeit für die Besichtigung der Dinge, die ihnen besonders am Herzen liegen. Aber bei einer Gruppe von ca. 15 Personen ist eine Art Mittelweg für die Zeiteinteilung notwendig. Wir haben da alle Gruppen gleich behandelt. Auch die letzte Gruppe an dem Tag hat die Zeit bekommen, die andere Gruppen vorher auch hatten. Und ich denke, die Möglichkeit, sich nach Ankunft im Maschinenraum des Richtschachtes frei bewegn zu können, um die Atmosphäre des Raumes und auch einzelne Eindrücke von Details der Maschine genießen zu können, hat dem Aufenthalt von Beginn an die notwendige Ruhe verschafft.
      Ich hoffe, trotz des von Ihnen empfundenen kleinen Mangels, dass Sie die Befahrung und den „Tag des offenen Denkmals 2013“ am Weltkulturerbe Rammelsberg in positiver Erinnerung behalten.

      Mit freundlichem Glückauf
      Dr. Johannes Großewinkelmann

      • Der Befahrer sagt:

        Sicherlich, die positiven Erinnerungen überwiegen.

        Vielleicht hätte Ihre Mitarbeiterin nicht bei der Reservierung der noch wenigen verfügbaren Plätze darauf hinweisen sollen, dass die letzte Führung die wohl „bessere“ sei, da dann kein Zeitdruck herrscht und man ggf. länger vor Ort ist.
        Na, ja, bei der nächsten Befahrung bin ich wieder dabei, in der Hoffnung, dass auch 10 Minuten für den Schaltraum und einige Miuten mehr für den Umformer bereitstehen.

        Grüße und Glück auf!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*