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Ferien(s)pass 2013 – Von Feuerteufeln und Feuerwächtern

Warum hat man mit Feuer das Erz gesprengt? Welche Gefahren barg diese Arbeit? Welche geheimnisvollen Wesen lebten oder arbeiteten in der Dunkelheit des Berges? Diese und andere Fragen wurden den 8 Kindern, die gestern am Ferien(s)pass des Rammelsberges teilnahmen, unter und über Tage beantwortet.

Am Beginn des Ferienpassprogrammes erlebten die 7-11 Jahre alten Kinder eine spannende Führung. Die angehende Freizeitwissenschaftlerin Mona Tiltsch führte die kleinen Feuerteufel durch den Berg.

Dort zündeten sie Kienspäne an und wanderten mit diesen und mit einem brennenden Grubenlicht, Harzer-Frosch genannt, durch die Dunkelheit. In einer kleinen Bucht angekommen, lauschten sie der Sage von der Rammelsberger Teufelsgrube. „Diese Sage ist so richtig schön gruselig“, bemerkte eines der Kinder. Aber niemand hat sich wirklich gefürchtet, obwohl die flackernden Lichter der Frösche unheimliche Schatten an die Stollenwände warfen.

Dann ging es weiter im Berg zu einem brennenden Holzstapel. Glücklicherweise brannte er nicht wirklich, denn die Museumsleute haben den Holzstapel mit einem knisterndem Geräusch und flackernden roten Lampen ausgestattet, so dass er aus der Entfernung authentisch wirkt. In früheren Zeiten jedoch wurden riesige Holzstapel am Wochenende angezündet, um das harte Rammelsberger Erz zu lösen. Diese Abbau-Methode nennt man Feuersetzen.

Danach ging es weiter zum Schießen, so nannten die Bergleute das Sprengen des Erzes. Frau Tiltsch rief laut: „Es brennt!“ und alle Kinder brachten sich in Sicherheit. Es knallte ganz ordentlich. Aber es wurde natürlich kein echter Sprengstoff benutzt, sondern ein kleiner Sylvesterknaller.

Glücklich wieder über Tage angekommen, hatten sich alle eine kleine Pause verdient. Nach der Pause warteten in der alten Schmiede die brennende Esse und Materialien zum Malen. In dieser schönen Atmosphäre war es nicht schwer die Eindrücke der verschiedenen Feuer im Berg auf dicke Pappen zu bannen. Die kleinen Künstler  zeichneten mit Holzkohle und Bleistift, malten mit selbst angerührten Pigmenten und schufen das Dunkel des Berges mit dem Ruß von Kerzen oder Kienspänen. Am Ende des aufregenden Programmes konnten die kleinen Feuerteufel die Kunstwerke mit nach Hause nehmen.

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