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Zur Halbzeit eine kurze Aufklärung zum „Mysterium“ Volontariat

Morea Kuhlmann arbeitet als Wissenschaftliche Volontärin am WELTKULTURERBE Rammelsberg. Nachdem sie die erste Hälfte Ihres Volontariats absolviert hat, berichtet sie in ihrem Beitrag über ihre Tätigkeit im Bereich Sammlung.

Die Volontärin Morea Kuhlmann an ihrem Arbeitsplatz am Rammelsberg

Was ist ein Volontariat?

Häufig werde ich gefragt, was ich denn überhaupt am Rammelsberg mache. Dann antworte ich wahrheitsgemäß, dass ich wissenschaftliche Volontärin für den Bereich Sammlung sei. Meistens schaue ich anschließend in fragende Gesichter: Was ist eine Volontärin? Viele denken dann, ich sei so etwas wie eine Praktikantin, arbeite also nicht so richtig eigenständig, bekomme keine Vergütung und bin nach einigen Wochen wieder weg. Zum Glück ist das ein Trugschluss!

Ich bin bereits ein ganzes Jahr hier am Berg und ein weiteres wird noch folgen. Ich habe ein eigenes voll ausgestattetes Büro und bekomme regelmäßig ein Gehalt. Im vergangenen Jahr habe ich an mehreren spannenden Projekten mitgearbeitet und bin bereits voll in den Planungen zum nächsten Projekt befasst. Das zu den äußeren Faktoren eines Volontariats.

Wissenschaft praktisch!

Was bedeutet es inhaltlich? Man könnte das Volontariat auch als Praxisjahre bezeichnen. Wer im Museum arbeiten will, muss in der Regel nach seinem Studium zunächst ein Volontariat absolvieren. Das heißt, man lernt das theoretische Wissen, das man sich im Studium angeeignet hat, in der praktischen Arbeit im Museum umzusetzen. In meinem Fall waren das bisher Tätigkeiten wie Texte schreiben für Veröffentlichungen oder Ausstellungen, Recherche über bestimmte Objekte oder zeitgeschichtliche Zusammenhänge betreiben, neue Objekte in die Sammlung aufnehmen, Datenbanken erstellen, Ausstellungsräume gestalten …

Und spätestens beim letzten der aufgeführten Punkt habe ich gemerkt: Museumsarbeit geht weit und oft über das hinaus, was man im Studium gelernt hat.

Museumsarbeit ist vielfältig und abwechslungsreich

Die Arbeit als Volontärin ist vielfältig und abwechslungsreich, und sie fordert häufig besonderen Einsatz, was auch einmal bedeuten kann den Pinsel oder den Akkuschrauber in die Hand zu nehmen, um die Ausstellungsarchitektur mit zu gestalten; oder auch Kostenkalkulationen für Projekte zu erstellen oder sich in Bedienungsanleitungen von komplizierten Inventarisierungsprogrammen oder technischen Geräten einzuarbeiten – um nur einige Beispiele zu nennen. Die Arbeit hier im Museum beinhaltet also vieles, was ein Studium nicht vermitteln kann. Deshalb ist es auch wichtig und notwendig, im Volontariat diese beiden Praxisjahre zu absolvieren, um die konkrete Museumsarbeit kennenzulernen.

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